Warum Datenkontrolle ein regulatorisches Kernthema ist
Datenqualität beeinflusst nahezu jeden regulierten Prozess. KYC-Reviews benötigen aktuelle
Kundendaten. Screening setzt vollständige Identifikationsmerkmale voraus. AML-Transaktionsmonitoring
benötigt belastbare Kunden- und Risikoinformationen. DORA- und Auslagerungsregister müssen
Dienstleister, Verträge, Funktionen und Datenstandorte vollständig abbilden. WpHG- und MiFIR-Prozesse
sind auf korrekte Kunden-, Produkt- und Transaktionsdaten angewiesen.
Datenkontrolle ist deshalb mehr als reine Stammdatenpflege. Sie ist ein wiederkehrender Kontroll- und
Bearbeitungsprozess: Datenlücken erkennen, Fehler klassifizieren, Informationen nachfordern,
Korrekturen dokumentieren, Fristen steuern und offene Risiken transparent machen.
Aufsichtliche Praxis: Kundendatenaktualisierung im Fokus
Wie ernst die Aufsicht das Thema nimmt, zeigt eine Maßnahme aus dem Sommer 2026: Die BaFin stellte
bei einer Landesbank gewichtige Mängel im Bereich der Aktualisierung von Kundendaten fest —
Defizite in den Prozessen und einen erheblichen Rückstand bei der Aktualisierung. Angeordnet wurde
unter anderem, ein Aktualisierungskonzept vorzulegen und umzusetzen, sämtliche betroffenen
Kundendaten auf einen aktuellen und vollständigen Stand zu bringen sowie laufend über den
Fortschritt zu berichten. Rechtsgrundlage waren § 51 Abs. 2 Satz 1 GwG und § 44 Abs. 1 KWG.
Quelle:
BaFin-Veröffentlichung vom 3. August 2026
S+P schafft die operative Kapazität für diesen Kontrollprozess. Wir übernehmen Fehlerlisten,
bearbeiten Datenlücken, fordern fehlende Informationen nach, dokumentieren Korrekturen und machen den
Fortschritt für Fachbereiche, Kontrollfunktionen und Prüfer sichtbar.